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WAHNSINNIGE GÖTTINNEN Anatolische Muttergöttin- Figuren mit breiten Hüften und prallen Brüsten sind aus der Zeit um 7000 v. Chr. in der Gegenwart angekommen, um ihre Plaetze in dieser Ausstellung einzunehmen. Die, waerend ihrer langen Reise eine grosse Umwandlung erlebte Göttinnen, lassen die Besucher mit ihren runden und sanften Linien, weiblichen Formen und mit ihren lustigen Mienen laecheln. In antiken Kulturen waren die Göttinnen Mittelpunkte verschiedener Glaubensrichtungen. Sie wurden mit verschiedenen Identitaeten Funktionen und zahlreichen Verantwortlichkeiten belastet. Um ihre mythische Rollen treu zu bleiben, kümmerten sich die Göttinnen duldsam und pausenlos die Welt. Gül Erali laesst die Göttinnen in Rente gehen, die Göttinnen sind jetzt frei! Nach erfolgreicher Beendigung ihrer Pflichten können sie jetzt ihre Freizeit geniessen. Erali, die den Begriff Göttin mit ironischen Aspekten und derzeitigen Werten interpretiert, erwischt ihre Göttinnen beim Betrachten unserer heutigen Welt, um ihre Freizeit zu verschwenden. Obwohl die Göttinnen wegen komplizierten Verhaltensweise der Menschen und tragikomischen Ereignissen auf der Welt völlig verwirrt wurden, sind sehr froh, da sie sich nicht mehr in das Weltgeschehen eingreifen brauchen. Bei der Schaffung der Göttinnen war Gül Erali von unserer Göttlichkeitssehnsucht, untergedrückten wahnsinnigen Antrieben und Entspannungskraft der Freiheit inspiriert. Deniz Özeren |
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